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auf Reisen
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Valencia 1986 - Auto fahren

Josés Vater will mit uns an einen See fahren, einen schönen Sonnenuntergang beobachten. Wir steigen in den kleinen Seat ein (eine Lizenz des Fiat 127): Vater vorne links, José und seine Mutter nach hinten, ich vorne auf den Beifahrersitz. Ich ziehe die Tür zu. von hinten kommt eine kleine Warnung:

Nicht so doll, das ist kein deutsches Auto!

28.4.06 13:27


Malawi 1998 - Auto fahren

Ein Bekannter fuhr uns von Mzuzu an den Malawi-See - mit einigen "Schlenkern" durch Dörfer, in denen er etwas zu erledigen hatte. Auf einmal fragte er, während sein Pickup einmal mehr heftig schlingerte: "Sag mal, habt ihr in Deutschland auch solche Straßen ?"
Meine Antwort: "Wenn wir solche Straßen haben, dann steht davor ein Schild: Durchfahrt verboten!"
Das ließ ihn zu mir rüber blicken. "Dann musst du nachher mal ans Steuer."
Ich: "Ich habe keinen Führerschein mit."
Kommentar: "Das ist egal. Einen Weißen hält hier keiner an."
28.4.06 13:30


Washington 1990, Jugendherberge – kleine Gemeinheit

Teilweise war ich unterwegs deutschen Touristen begegnet, von denen ich derart genervt war, dass ich mich weiteren Deutschen gegenüber nicht mehr als Landsmann zu erkennen gegeben hatte. In Washington war das einmal eigentlich ziemlich fies. Im Zimmer der Jugendherberge lag ein junger Mann auf einem der Betten und versuchte mit mir ins Gespräch zu kommen. Gerade frisch eingetroffen hatte er Interesse an Tipps und Informationen zum Land und worauf man achten sollte. Dabei war ziemlich schnell klar, dass sein Englisch nicht gerade das Beste war; sein Kumpel konnte „richtig“ Englisch. Er selbst suchte ständig nach Worten und als er auch noch anfing in einem Wörterbuch zu blättern, um sich mir mitteilen zu können, redete ich auf Deutsch weiter. Er war so unglaublich erleichtert sich vernünftig verständigen zu können, dass er mir nicht einmal böse war.
30.4.06 16:39


Malawi 1998 – mit Prominenz unterwegs

Mein „Reiseführer“ durch’s Land war ein echter Prominenter, ein Musiker, dessen Gesicht kaum jemand kannte, weil Malawi damals kein eigenes Fernsehen hatte. Deshalb herrschte immer gute Stimmung, wenn er irgendwo erkannt wurde bzw. sich zu erkennen gab.

Das erste Mal erlebte ich das in einer Bank in Blantyre, wo ich Reiseschecks in Bargeld tauschen wollte. Der Bankangestellte meinte unbedingt eine Adresse in Malawi haben zu müssen, um meine Schecks annehmen zu können. Die konnte ich ihm nicht liefern – erstens, weil ich nicht wusste, wo ich die letzte Nacht verbracht hatte (bei Freunden, die Adresse kenne ich nicht) und zweitens, weil ich mit meinem Freund W. auf dem Weg in einen Naturpark war und auch dort die Übernachtungsadresse nicht kannte. Der Disput zog sich eine Weile hin, bis W. das mitbekam und an den Schalter kam. Nach ein paar wenigen Worten zog W. sich wieder zurück. Der Mann am Schalter fragte: „War das W.?“ Auf meine Bestätigung hin begann er eilig auf seiner Comuter-Tastatur zu tippen und ich hatte in kürzester Zeit den Gegenwert von 300 DM in der Landeswährung in Händen.

Ein weiteres Mal war ein solcher Effekt an einer Polizeisperre zu erleben. Während ich mich mit meinem Sonnenbrand in den Schatten einiger Bäume setzte, streunte W. umher, um eine Mitfahrgelegenheit zu finden. Dabei kam er auch mit einem der Polizisten ins Gespräch. Dieser marschierte kurz darauf zu seinen in meiner Nähe sitzenden Kameraden und rief ihnen schon aus der Entfernung etwas zu. Das hatte ich natürlich nicht verstanden, aber alle Köpfe blickten schlagartig in Richtung von W. Und kurz darauf saß der Polizist neben mir und begann mich auszufragen, woher ich W. kannte und was wir machten usw. – was er dann brühwarm seinen Leuten berichten ging.

30.4.06 17:14


Tel Aviv 2004 – Sammeltaxi fahren

Ankunft in Tel Aviv am Busbahnhof. Wir wollten weiter ins Hotel. Draußen warteten Taxifahrer.
“Was kostet es in die Trumpeldor-Straße?“ 50 Schekel. Auf das ungläubige Gesicht hin der Kommentar: „Das ist Tel Aviv!“

Dann lieber mit dem Sammeltaxi. Die sind gegenüber und haben extrem hilfsbereite Fahrer, die sich sofort um uns kümmern: Wohin? Trumpeldor-Straße? Linie 4, das ist der da vorne, kommt mit, ich bringe euch hin. Woher kommt ihr? Deutschland? Hey, ich finde Bayern München Klasse! Ihr nicht, ist egal... So, das ist der XX, setzt euch schon mal rein.

Irre. Dann geht es los. Der Fahrer meinte noch, wir sollten in so in 10, 12 Minuten erinnern, wo wir raus wollten. Von hinten reichten alle ihre 5 Schekel durch, der vorderste Fahrgast übergab die „Sammlung“ dem Fahrer. Hin und wieder machte sich jemand bemerkbar. Anhalten, aussteigen und andere Fahrgäste aufnehmen. Letzteres ging auch, ohne dass jemand ausstieg, klar. Ein junger Mann setzte sich uns gegenüber. Nachdem er mitbekam, dass wir den Fahrer erinnerten, dass wir auch irgendwann raus müssten, fragte er: „Wisst ihr Jungs, wo ihr hin wollt?“
Eigentlich nicht. Wir wissen die Straße, haben aber keine Ahnung, wo die kommt.
“Okay, ich sage euch Bescheid. Und dem Fahrer auch.“ Und genau so kam es auch, so dass wir rechtzeitig zum Abendessen bei den anderen im Hotel eintrafen.

Ich habe meine Zweifel, ob bei uns ähnliche Hilfe so selbstverständlich wäre...

30.4.06 17:47


Israel 2004 - Thora-Studium und die Folgen

Am Sonntagabend vor der "Klagemauer" - das ist ein Ort, wo viele Juden auch "Bibellese" betreiben. Hier scheint einer ein wenig viel daran gearbeitet zu haben...

30.4.06 17:59





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