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auf Reisen
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Deutschland

2006 – Leipzig mit Beifahrer

In Leipzig kenne ich mich nicht aus. Aber das Erste, was ich mache, wenn ich irgendwo hin fahre (mit dem Auto): Ich besorge mir einen Stadtplan. Hat man dann noch einen Beifahrer, dann kann ja eigentlich nichts wirklich schief gehen auf der Suche nach der Straße und Adresse, die anzusteuern ist.

Daniel neben mir studierte auch pflichtbewusst die Karte, seit wir die Autobahn verlassen hatten. So ganz sicher war er sich dann aber doch nicht und nachdem wir schon einmal die richtige Richtung verlassen hatten, gab es zwischendurch immer wieder beiderseitig Ansagen, welche Straßennamen wir denn so sahen bzw. welche kommen sollten. Die Überquerung eines Gewässers veranlasste mich zu der etwas flapsigen Bemerkung: „Aha, ein Bach.“ Schließlich ist so ein blaues Teil auf einem Stadtplan ein markantes Merkmal. Dann kam wieder eine Straße, die er auf dem Plan fand und die Richtung bestätigte. Dann wieder ein Gewässer. Ich: „Noch’n Bach.“ Ein paar Meter weiter kam vom Beifahrersitz der verzweifelte Satz: „Nochenbach find’ ich nicht!“

10.11.07 15:23


2006 – Einmal um die Niederlausitz

Der Weg aus dem Rheinland an die Grenze nach Polen ganz im Südosten, genauer gesagt: Görlitz, ist ein recht langer. Mit dem Auto und moderater Fahrweise, auch noch ein paar Zwischenstopps (Buchenwald, Leipzig, Dresden), zieht sich das, in meinem Fall über zwei Tage. Letzter Stopp vor dem eigentlichen Ziel war – für einen Luftfahrt-Bekloppten natürlich – der Flughafen Dresden. Von dort aus geht es dann per Autobahn weiter Richtung Osten. So lange, bis der Fahrer (ich) merkt, dass er auf dem Weg nach Berlin ist, weil da ein Autobahndreieck angekündigt wird, das einfach nicht in die Richtung passt, die er vor hatte zu fahren.

Also runter von der Piste, angehalten, Atlas rausgeholt – Klasse! Voll in die falsche Pampa gefahren. Aber die Autobahn geht ja auch hier zum Glück nach Osten weiter. Also Richtung Cottbus wieder drauf, dann kurz vor der Grenze wieder runter und die kleineren Orte abgeklappert. Weißwasser ist mir eigentlich ein Begriff aus dem Eishockey gewesen – dass das so klein ist, hätte ich nicht gedacht. Nun gut, irgendwann nach rund 200km Umweg kamen wir dann doch am angestrebten Ziel an...

10.11.07 15:23


WM 2006 – Koblenz im Juni

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 war insgesamt eine richtige Erfolgsgeschichte. Deutschland hat Maßstäbe gesetzt, z.B. durch das „Public Viewing“, die Übertragung der Spiele auf Freiluft-Videowände. Überall gab es viel Tam-Tam, Bühnenprogramme, viele Trink- und ein paar Ess-Buden. Und natürlich alles mit Sponsoren-Werbung zugeknallt. Auf diese Weise wurde auch gelegentlich eine Touristen-Attraktion verschandelt, darunter auch das Deutsche Eck in Koblenz. Wo normalerweise der Punkt des Zusammenlaufs von Rhein und Mosel genau angesehen werden kann, war durch „Public Viewing“ der Gang ganz an die Spitze der Plattform verstellt:
9.11.07 23:51


Aachen – Elisenbrunnen

Aachen ist Kurstadt - Bad Aachen! Das wissen nur wenige. Die Römer haben die warmen Quellen der Stadt schon für die Erholung und Rekonvaleszenz ihrer Soldaten genutzt. Mitten in der Innenstadt liegt daher noch der Elisenbrunnen, an dem man sich bedienen kann. Es riecht ein wenig nach faulen Eiern. Und schmecken tut das Wasser offensichtlich nicht wirklich:
Aber was so schmeckt, das muss gesund sein!
9.11.07 23:17


Aachen – Dom

Zum Aachener Dom gibt es viele Legenden. Eine davon führt dazu, dass mancher (vor allem Frauen) skeptisch sind, bevor sie in das Griffloch der großen, gusseisernen Domtür greifen:

Der Grund: Nachdem der Teufel den Bau des Doms finanziert hatte, wurde er von den Aachenern aufs Kreuz gelegt. Er hatte die erste Seele gefordert, die den Dom betrat. Die Aachener fingen einen Wolf ein, den sie in den Dom laufen ließen. Der Teufel stürzte sich drauf, entriss ihm seine Seele und merkte erst dann, dass man ihn reingelegt hatte. Darüber war er so wütend, dass er den Dom verließ und die Türe hinter sich zuschlug, dass sie einen Riss bekam. Dabei blieb im Türknauf ein Finger stecken und riss ab. Dieser Finger ist heute noch in diesem Türknauf zu fühlen.
9.11.07 23:15


Hamburg 2007 – Miniaturwunderland

Das Miniaturwunderland ist die größte Modellbahn-Anlage der Welt (auch wenn in Berlin Leute sind, die das versuchen zu toppen). In der Speicherstadt muss man ins zweite Obergeschoss eines alten Lagerhauses gehen, hier ist der Eingang:

Die Anlage ist ein solcher Anziehungspunkt, dass die Macher über dem Eingang ein Transparent hängen haben, auf dem sie die vermutliche Wartezeit bekannt geben, mit der die Besucher zur jeweiligen Uhrzeit rechnen müssen, bevor sie hinein kommen!
9.11.07 23:02


Lausitz 2006

Wenn man Freunde besucht und mit denen Freunde besucht, dann kommt man an Orte, die sonst wohl nicht einmal ansatzweise ins Blickfeld gerückt wären. Und so fand sich dann an einem Campingplatz ein sehr interessantes Schild:
Heißt das, dass die Getränke Hunger haben? Dass sie hier bewirtet werden? Wie essen sie? Mit Messer und Gabel? Was sind ihre Lieblingsspeisen?
9.11.07 22:50


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